Fachkräftemangel

Deutschland, ein Land ohne Fachkräfte? Fachkräftemangel allerorten? Wirklich? Augenscheinlich geraten manchmal ein paar Dinge aus dem Blick.

So könnte ein akuter Mangel an Fachkräften des Öfteren schon durch eine wesentlich bessere Nutzung vorhandener Mitarbeiterpotenziale erheblich gemindert werden. Hierzu im Unternehmen die individuellen Einstellungen und Vorgehensweisen aller Beteiligten zu überprüfen und Prozesse sowie organisatorische Bedingungen den aktuellen Herausforderungen anzupassen, wäre ein erster Schritt.

Verfolgt man darüber hinaus das Thema eingehender, drängt sich zudem schnell der Eindruck auf, dass u.a. die Alterskomponente bei der Betrachtung des sogenannten ‚Fachkräftemangels‘ häufig vernachlässigt und damit vielerlei Chance vertan wird. Das in der Erwerbstätigengruppe 45plus steckende Potential an Wissen und Erfahrung beim Werben um Fachkräfte zu vernachlässigen, ist personalpolitisch wie betriebswirtschaftlich fatal.

So liegen die 45-65-Jährigen mit einem Anteil von 31,50% nicht nur in der Gesamtbevölkerung weit vor der Gruppe der 25-44-Jährigen, sondern auch in absoluten Zahlen bewegen sich mit 20,15 Mio. Erwerbstätigen der Altersspanne 45-65 Jahre inzwischen ca. 3 Mio.(!) mehr Menschen auf dem Arbeitsmarkt als in der Gruppe der 25-44-Jährigen.

Gleichzeitig stieg mit der demographischen Veränderung das Niveau der Qualifikation. Beispielsweise nahm der Anteil derjenigen, die über die höchste schulische Qualifikation in Form einer Fachhochschul- bzw. Hochschulreife verfügen, von 17,5 % bei den heute über 65-Jährigen kontinuierlich auf 33,1% bei den 45-54-Jährigen zu.

Mit 45 fängt die 2.Hälfte an

Generation 45plus: Die Mitte macht den Unterschied

Gerade vor dem Hintergrund moderner Arbeitsbedingungen und der weiteren Verlagerung weg von körperlicher hin zu kognitiv geprägter Arbeit, erscheint deshalb ein positives Umdenken bezüglich der Altersgruppe 45plus, mit ihren vielfach gut qualifizierten Arbeitnehmern, zwingend erforderlich.

Aufgrund der oben genannten Aspekte richte ich bei der gemeinsamen Entwicklung von Maßnahmen für die Minderung eines möglichen ‚Fachkräftemangels‘ im Unternehmen mein Augenmerk nicht ausschließlich nach Außen oder verfalle defizitorientiertem Mangeldenken, sondern unterstütze Sie unvoreingenommen und über den Tellerrand schauend mit Ideen, Anregungen und Konzepten für umsetzbare, interne wie externe Lösungen.